Dippold, der Einsiedler und Namensgeber unserer Stadt Dippoldiswalde

In der Zeit Kaiser Heinrichs I. um etwa 930 bis 960 lebte das Volk in
großer Armut und Unterdrückung. Der Sage nach wandte sich der
junge Dippold von diesem ungerechten Leben ab und lebte fortan
fromm und besitzlos in der Dippoldiswalder Heide am berühmten
Sandsteinfelsen in einer Höhle (Dippoldklause). Er träumte und predigte
von einer friedlicheren Welt und einem Leben ohne Ausbeutung,
Armut und Hunger für das Volk. Somit kam es, dass der Dippold als
Heiliger verehrt wurde und sein Ruf bis nach Böhmen gelangte.
Er bekehrte in unserer Dippoldiswalder Heide Boleslav II. von Böhmen
in seinem weiteren Leben ein gerechterer Herrscher zu sein.
So kam es, dass dieser dann 971 das Christentum in Böhmen,
das Erzbisthum in Prag einführte und mehrere Kirchen stiftete.
Ebenso der Sage nach auch die Kapelle der hochheiligen Barbara in der
Dippoldiswalder Heide.

     Viele fromme Wandrer sprachen bei dem greisen Klausner ein.
     Liesen sich an seinem Quelle für die neue Lehre Weih´n,
     bauten in den Waldes Mitten nah der Klausnerei sich Hütten,
     und so allgemach entstand eine Stadt, die frommer Weise,
     zum Gedächtnis jenem Greise, Dippoldiswalde ward genannt.

Die Stadt Dippoldiswalde wird erstmalig urkundlich im Jahre 1218 erwähnt. 

Dies ist nun im Jahr 2018 Anlass für die Dipp‘ser gemeinsam
das 800-jährige Jubiläum von Dippoldiswalde zu begehen.